Ein Hausnotruf verbindet die pflegebedürftige Person auf Knopfdruck mit einer besetzten Notrufzentrale. Das kann Alleinlebenden mehr Sicherheit geben und Angehörige entlasten.
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Ein tragbarer Sender wird meist als Armband oder Halskette getragen. Nach dem Auslösen stellt die Basisstation eine Sprechverbindung her; die Zentrale verständigt je nach Lage Kontakte, Hilfspersonen oder den Rettungsdienst.
Wann zahlt die Pflegekasse?
Ein Hausnotruf kann als technisches Pflegehilfsmittel übernommen werden, wenn er die selbstständige Lebensführung unterstützt und im individuellen Fall erforderlich ist. Pflegegrad, Wohnsituation und Hilfebedarf werden geprüft.
Welche Zusatzleistungen gibt es?
Je nach Anbieter sind Schlüsselhinterlegung, Rauchmelder, Sturzsensoren oder mobile Notruflösungen möglich. Zusatzleistungen können privat zu zahlen sein.
Worauf sollte man achten?
Prüfen Sie Erreichbarkeit, Vertragslaufzeit, Kosten nach einer Fehlalarmierung, technische Verbindung, Akkureserve und den Ablauf bei einem Notruf.
Kurz beantwortet
Brauche ich einen Festnetzanschluss?+
Viele moderne Systeme funktionieren über Mobilfunk. Der Empfang am Einsatzort sollte getestet werden.
Kann der Sender in der Dusche getragen werden?+
Geeignete Sender sind wasserfest oder spritzwassergeschützt. Beachten Sie die Angaben des Herstellers.
Ruft die Zentrale immer den Rettungsdienst?+
Nein. Sie bewertet die Situation und arbeitet den vereinbarten Hilfeplan ab.
Stand: August 2026. Die Informationen bieten eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine individuelle Rechts-, Pflege- oder Leistungsberatung. Maßgeblich sind Gesetz, Richtlinien und der Bescheid Ihrer Pflegekasse.
Bundesministerium für Gesundheit – Pflegehilfsmittel ↗